Wolfgang Beck: Texte
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Wolfgang Beck:
Zu meiner Malerei

Meine Malerei ist beeinflusst vom Leben, das mir begegnet.
Sie reagiert darauf.
Die äußeren Bilder verwandeln sich in innere und verbinden sich mit den Erinnerungen zu einem großen optischen Archiv.
Die präzise Wahrnehmung der Formen und Farben dieser Welt wird durch Fotografien und Zeichnungen dokumentiert. Danach folgt die Vorauswahl. 
Die so gewonnenen Bilder dienen als Grundlage in einem aufwändigen Malprozess, bei dem nun auch dem Material  Bedeutung zukommt. Das Bild entsteht konkret durch das Malen - analog zu: Der Weg wird, indem ich ihn gehe . Die Idee und das Konzept, wenn man so will, im Dialog mit der Malerei.

Ein Konzept ist hilfreich und wichtig, doch ohne den nie ganz berechenbaren Malprozess und das unberechenbare Zufallsmoment darin würde meiner Malerei etwas Wesentliches fehlen. Bei aller Langsamkeit im Entstehungsprozess sind es diese Gegensätze, die das Ganze vorantreiben.
Gelungene Arbeiten werden kostbar, weil das Scheitern inbegriffen ist, täglich von neuem.....

Eine stilistische Festlegung lehne ich ab. Malerische Offenheit ist ganz wichtig für mich. Brüche gehören notwendig dazu. 
Meine Malerei verändert sich durch diesen Entwicklungsprozess immer wieder.
Die individuelle Codierung ist für genaue Beobachter erkennbar, sie geht tiefer als die so genannte persönliche Handschrift oder der Duktus.
Auch die Architektur der Ausstellungsräume ist sehr bedeutsam für meine Auswahl und das Konzept .

Seit einigen Jahren male ich verstärkt auf Plexiglasplatten, weil die Farb- und Lichtwirkung dabei eine faszinierende Erweiterung der traditionellen Malerei auf Leinwand und Holz darstellt.
Auf meiner Homepage hier sind viele Arbeiten in dieser Technik  zu sehen.

Noch außen vor bleibt meine Holzbildhauerei, die mich fasziniert und die ich in aller Stille in der Westpfalz für mich entwickle. Alles hat seine Zeit.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Entdecken !

Wolfgang Beck, im Januar 2010

 

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